Brüder Grimm Gemeinschaftsgrundschule Gleuel

Unser Schulhund

Konzept (gekürzt) zur Hundgestützten Pädagogik in der Schule

Brüder Grimm-Schule Hürth-Gleuel

Schulhund Hila

Ein Hund in unserer Schule!  Wie kommt man denn da drauf!?!

Ich möchte uns kurz vorstellen:
Wir sind das Schulhundteam:
Frau Doerenkamp mit Hila

Ich arbeite seit 20 Jahren als Lehrerin an der Brüder Grimm-Schule. Schon lange verfolge ich mit großem Interesse die Entwicklung, Hunde in der Grundschule einzusetzen, um Schüler bei ihrem Entwicklungsprozess in der Schule zu unterstützen. Hunde können die Lernatmosphäre verbessern, Lernprozesse unterstützen und bei der Persönlichkeitsentwicklung mit ihrem unvoreingenommenen, zugewandten Wesen viel Sicherheit geben. Als wir uns im Frühjahr 2015 als Familie entschieden, wieder einen Hund in unsere Familie aufzunehmen, war die Überlegung nicht weit, unseren Hund im Vorfeld so auszusuchen, dass die Möglichkeit, ihn zum Schulhund auszubilden, bestand.

Unsere Hündin Hila war zu diesem Zeitpunkt schon geboren (am 18.2.15) und kam eher durch Zufall schon im April zu uns, viel früher als von uns als Familie geplant.

Sie wurde dann in der Welpenzeit sehr behutsam immer wieder für zunächst kurze Zeit in die Schule gebracht, um sich an Räumlichkeiten zunächst ohne, dann auch mit immer mehr Kindern zu gewöhnen. Hila lernte schon sehr früh Kinder im Grundschulalter intensiv kennen. Inzwischen fühlt sie sich in der Schule zuhause und freut sich auf „ihre“ Klasse.

Da Hila selbstverständlich auch sehr regelmäßig eine Hundeschule besucht hat (und es auch immer noch tut), zeigt sie einen verlässlichen Grundgehorsam und geht mit den Kindern sehr friedvoll und vorsichtig um. Wir haben bereits eine Schulhundausbildung erfolgreich absolviert und Hila hat einen Wesenstest bei der Therapiehundausbilderin bestanden, bei der Hila seit März zusätzlich zum Therapiehund ausgebildet wird.

Ein Hund in der Schule! Tja, was soll denn das?

In der ersten Zeit wurde ich sehr häufig angesprochen. Ich habe mit vielen Eltern, die interessiert und auch schon einmal skeptisch waren, Gespräche geführt und versucht, sie von der Idee zu überzeugen, dass ein Hund in der Schule sinnvoll sein kann. Ich glaube, dass diejenigen, die Hila kennenlernen, spüren, dass sie den Kindern gut tun kann.

Dass die Kinder schnell zu überzeugen und vor allem zu begeistern sind, habe ich nie angezweifelt. Selbst Kinder, die vorsichtig bis ängstlich auf Hunde reagieren, machen bei Hila eine Ausnahme. Und das ist gut so, denn Hila zeigt ihnen, dass Hunde ihnen viel geben können: Selbstsicherheit, Begeisterung und Freude beim Lernen, Zuwendung und vor allem bedingungslose Freundschaft.

So sind wir als Lehrerkollegium inzwischen alle davon überzeugt, dass wir uns auf einen sinnvollen Weg mit Schulhund machen können und der heißt: Hundgestützte Pädagogik in der Schule…  (kurz HuPäSch)

Ein Hund in der Schule! Darf man das überhaupt?

Ja, man darf!

Der Einsatz von Schulhunden in der Schule ist noch nicht stark verbreitet und die Vorschiften zum Einsatz von Schulministerien noch nicht abschließend geklärt.
Die Genehmigung erteilt die Schulleitung. In unserem Fall wurde das Projekt schon im Vorfeld genehmigt, ein ausführliches Konzept in der Schulkonferenz vorgelegt und die Aufnahme des Konzeptes ins Schulprogramm durch dieses Gremium genehmigt.
Viele Schulen haben sich mittlerweile der Vereinigung HuPäsch angeschlossen, die Schulhundteams (Lehrer und deren Hunde) ausbildet, weiterbildet und zu einer „Freiwilligen Selbstverpflichtung“ animiert. Schulen, die ein solches „Schulhundteam“ an der Schule einsetzen, erhalten dieses Logo:

Logo Schulhund

Hiermit stellt die Schule und das Schulhundteam die Arbeit mit dem Schulhund auf eine Basis, die für Schulleitung, Kollegen, Eltern und alle Interessierten nachvollziehbar ist. (www.schulhundweb.de)

In enger Zusammenarbeit mit dem NRW- Schulministerium wurde das Konzept entwickelt und man geht davon aus, dass in absehbarer Zeit eine Verpflichtung zu einer Ausbildung und Absicherung der Schulen gefordert wird.

Unsere Schule hat mit ihrem „Schulhundteam“ alle Anforderungen erfüllt und das Siegel als Bescheinigung erhalten.

Die Regelungen zum Einsatz des Schulhundes in der „Freiwilligen Selbstverpflichtung“ werden in unserer Schule und beim Schulhundteam in allen Punkten umgesetzt. Hier geht es um Ausbildung und Fortbildung des Schulhundteams, um Gesundheits- und Hygienevorschriften, um tierschutzrelevante Bedingungen und die Sicherheit der Schüler.

Ein Hund in der Schule!  Wie kann ich mir das vorstellen?

Es gibt sehr viele, unterschiedliche Möglichkeiten des Einsatzes eines Schulhundes.

  • Zunächst einmal kann man ihn in der gesamten Klasse bei verschiedenen Unterrichtsthemen einsetzen.
  • Es gibt zusätzlich die Möglichkeit in einer Kleingruppe mit Hila zu arbeiten.
  • Sehr häufig bietet es sich aber auch an, den Hund zur Unterstützung einzelner Schüler einzusetzen.

Schulbegleithund im Klassenzimmer

Als Schulbegleithund, der auch ohne gezielte Aufgabe im Klassenraum mit den Schülern den Vormittag verbringt, leistet er einen großen Beitrag zur Schulung der Empathie der Kinder. In meiner eigenen Klasse ist Hila als Wegbegleiter zunächst einfach nur anwesend. Festgelegte Klassendienste beziehen Hilas Versorgung mit ein. Die Schüler müssen auf den Hund vor allem in Bezug auf die Lautstärke und motorische Unruhe Rücksicht nehmen. So ändert sich auch für die Schüler die Lernatmosphäre, die zu einem konzentrierteren Arbeiten führen kann. Für einzelne Schüler kann Hila Trostspender, Friedensstifter und vieles mehr sein. Der Hund stabilisiert durch sein vorurteilfreies Verhalten dem Kind gegenüber die Gemütslage und das Kind fühlt sich akzeptiert und angenommen. Auch das Reflektieren über die Gefühle des Hundes (Woran erkenne ich, dass der Hund sich gerade nicht wohl fühlt? Warum ist das so?…) kann Schüler in ihrer sozialen Kompetenz und Empathie Mitschülern gegenüber trainieren.

Schulhund im Einsatz mit kleineren Gruppen

Ein Projekt für das Schuljahr 2016/2017 ist die „Hila-AG“ im Rahmen der angebotenen Arbeitsgemeinschaften in der OGS. Vgl. hierzu Betreuung / Hila-Kennenlern-AG bzw. Hila-AG

Schulhund im Einsatz mit einzelnen Schülern

Der Hund kann natürlich auch Kinder in der Schule bei Schwierigkeiten unterstützen.
Studien belegen die positiven Auswirkungen des Körperkontaktes von Hunden auf Menschen, so dass die obengenannten Ideen zum Einsatz des Schulhundes durchaus Berechtigung haben und in unserer Schule Anwendung finden.

Hürth, den 01.09.2016
Sabine Doerenkamp

Wer Näheres erfahren möchte, kann gerne das komplette Konzept, das auch in der Schulkonferenz bestätigt wurde und ins Schulprogramm aufgenommen wurde, erhalten.
Ich schicke es gerne zu: s.doerenkamp@t-online.de

Was Hila als Schulhund alles erlebt, lesen Sie hier.

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